Wie teuer ist der teuerste Lkw?

Die simple Frage des Titels lässt sich nur schwer beantworten: Bei solch einem vielfältigen Aggregat wie einem Lastkraftwagen bestimmen zahlreiche Faktoren den endgültigen Preis eines bestimmten Vehikels.

Preise zum Umkippen
Wenn Sie etwa an den absolut teuersten Nutzfahrzeugen für hohe Lasten interessiert sind, reden wir zum Beispiel über Muldenkipper, die jedoch eher nicht zu den klassischen Lkws zählen. Wollen wir also unbedingt neun Vierzigtonner im selben Lkw transportieren, dann können wir das mit einem Liebherr T 282 C für die Kleinigkeit von fünf Millionen US-Dollar erledigen.

Bodenständiger geht immer
Im Segment typischer Lkws liegen Top-Preise im niedrigen sechsstelligen Bereich. Der jeweilige Endpreis hängt dabei stark von Motorleistung und Ausstattung ab. Weiterhin macht sich die Kabinengröße - von Konserve bis Konzertsaal – finanziell bemerkbar. Auch die Zylinderzahl fällt ins Gewicht, weswegen lediglich fünf Prozent der Fernverkehrsmaschinen auf acht Töpfen laufen.

Einmal nobel, bitte!
Für einen Muskelprotz wie den Scania R 730 mit brutalen 3.500 Nm aus seiner V8-Maschine legen wir bereits mindestens 120.000 Euro auf den Tisch des schwedischen Hauses - und besitzen dann lediglich das splitternackte Basismodell.

Allerdings macht das Fahrerleben erst mit Klimaautomatik, Kühlschrank und Sicherheitssystemen so richtig Freude. Abhängig von Einsatzort und Jahreszeit wünscht sich der Star-Pilot außerdem eine Standheizung -
und das verwöhnte Hinterteil eine Sitzheizung. Und darf's vielleicht noch ein drehbarer Beifahrersitz sein?

Ähnlich happig - aber fair - bepreist rollt die Konkurrenz daher: Ein Volvo FH 16-660 ist als Basismodell erst spürbar jenseits der 120.000 Euro zu haben. Ist der Spediteur in Spendierlaune, verwöhnt er seinen 
besten Fahrer mit der Vollausstattung für knappe 180.000 Euro. 

Bei Wasser und Brot
Sind wir eher knapp bei Kasse, orientieren wir uns an deutlich schwächeren Fahrzeugen, deren Grundausstattung dem armen Fahrer den Komfort eines Galeerensklaven bietet: Standard-Sitz (bisweilen gar ohne Luftfederung), keine weiteren Staufächer, kein Radio, keine Sonnenblende. Angesichts solcher Härten sind wir bereits dankbar für den Motor. Selbst für diese rudimentäre Hardware dürfen wir allerdings mindestens 80.000 Euro blechen.

Letztlich erlaubt solch ein Seelenverkäufer natürlich kein menschenwürdiges Pilotieren im Fernverkehr. Dort zählen daher einige nette Features zum Standard, wie etwa ein großes Führerhaus, Luftfederung, Klima, Standheizung, Kühlschrank und zwei Betten.

Fazit

Zurück aus dem Land der Milchmädchen geben wir sofort zu, dass der Anschaffungspreis nur sehr bedingt aussagt, wie "teuer" ein bestimmtes Nutzfahrzeug letztlich wirklich kommt. Immerhin dürfen uns die laufenden Kosten nicht davonlaufen im harten Alltag - und die variieren stark abhängig von Fabrikat und Einsatz.
Wurde der LKW durch LKW Plakate (siehe Formate und Leistungen)  verschönert und hat zusätzlich mit Autobahnwerbung (siehe Autobahn-Werbung) Geld verdient, verschiebt sich die Rechnung zu seinen Gunsten! Weiterhin interessiert auch der Wiederverkaufswert eines Lkw, um abzuschätzen, wie teuer er über seine Einsatzjahre ausfällt.


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